Letzte Arbeiten an der Röver-Orgel in der Marktkirche

25. Mai 2020

3000 Pfeifen werden gestimmt und klanglich aufeinander abgestimmt.

Seit November 2018 arbeiten die Orgelbaufirma Jehmlich sowie weitere Gewerke an der Restaurierung der Röver-Orgel in der Marktkirche. Während Sie diese Zeilen lesen, hört man viele lange, einzelne Töne aus dem Inneren der Orgel: Jede einzelne der über 3000 Pfeifen wird derzeit gestimmt und klanglich aufeinander abgestimmt. Während Sie die Frequenzen der tiefen Orgelregister körperlich spüren können, braucht es bei den kleinsten Pfeifen Nerven aus Drahtseil, um mit der nötigen Geduld in die Endabstimmung zu gehen. Auf das Ergebnis der Restaurierung dürfen wir uns Mitte Juni freuen: Dann erstrahlt und ertönt die Orgel in einem neuen Glanz!
Übrigens – auch die Prospektpfeifen wurden vollständig erneuert. Die bisherigen Pfeifen stammten aus den 20er Jahren und dienten lediglich als Ersatz für die zu Kriegszwecken verwendeten Originalpfeifen. Die neuen Pfeifen stammen aus einer Pfeifenmanufaktur in Portugal. Trotzdem wäre es schade, die alten Pfeifen nicht mehr zu verwenden, denn sie besitzen einen sehr warmen, weichen Klang. Und da in der Nikolaikirche Handlungsbedarf in Bezug auf die dortige Röver-Orgel besteht, wurden an einem Mittwochabend im Mai alle Prospektpfeifen der Markt-Orgel einzeln oder zu zweit in die Nikolaikirche getragen. Die längste Pfeife misst 6 Meter und ist nicht nur ein optisches Schwergewicht! Vielen Dank an die fleißigen Hände, die liebevoll und sanft die Pfeifen in die Nikolaikirche transportiert haben!