
Kirche St. Martin zu Kroppenstedt
Die heutige evangelische Kirche St. Martini besitzt in ihrem Grundbestand romanische Bauelemente; sie wurde in der Zeit der Gotik, der Renaissance und des Barock mehrmals umgebaut und erweitert.
1593 entstand der dreigeschossige Altar mit seinem reichen barocken Schnitzwerk. 1607 kam noch eine neue Glocke hinzu. Der Bau einer neuen Orgel vervollständigte dann die Reihe der verschiedenen Erneuerungen. Diese Orgel, die Esaias Compenius d. Ä. 1603 - 1613 erbaut hat, ist nicht original erhalten. Es sind nur vier Register und der wertvolle Prospekt in umgebauter Form auf uns gekommen.
Die Kroppenstedter Compenius-Orgel ist nicht original erhalten. Einen Orgel-Neubau im romantischen Sinn hat 1858/59 Adolf Reubke unter Verwendung alter Register durchgeführt, wobei der Compenius-Prospekt verbreitert wurde. 1957/58 erfolgte eine Umdisponierung im neobarocken Stil durch Wilhelm Sohnle. Das heutige Instrument in Kroppenstedt ist also eine "aufgehellte" Reubke-Orgel von 1859 mit sehr wahrscheinlich vier erhaltenen Registern hinter dem verbreiterten alten Compenius-Prospekt.
Manual 1 (C–f’’’) | Manual 2 (C–f’’’) | Pedal (C–d’) |
Pommer 16´ | Singend Gedackt 8´ | Subbass 16´ |
Prinzipal 8´ | Salizional 8´ | Violon 16´ |
Gedackt 8´ | Prinzipal 4´ | Prinzipalbass 8´ |
Holzflöte 8´ | Rohrflöte 4´ | Choralbass 4 + 2´ |
Oktave 4´ | Spitzflöte 2´ | |
Spitzflöte 4´ | Terzian 1 3/5' + 1 1/3´, ab 2. Okt. Sesquialter 2 2/3' + 1 3/5' | |
Nasat 2 2/3´ | Cymbel 2/3´ 3fach | |
Oktave 2´ | ||
Mixtur 4-5fach 1 1/3´ |
Nebenzüge: Manualkoppel, Pedalkoppel, 3 Sperrventile.
Weitere Informationen finden Sie auf http://www.compenius-orgel.de und in dem Buch „Die Compenius-Orgel zu Kroppenstedt“ von Gottfried Rehm.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Kirche.
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