Kirche St. Bonifatii zu Ditfurt

Gottesdienste: vierzehntägig 10.30 Uhr

Auskunft:
Hans-Jürgen Gröpke
Klausstr. 3
06484 Ditfurt
Tel. 03946-4450 (p)
03946-3617 (Kirchengemeindebüro)

Die Bonifatius-Kirche liegt auf einem Sporn über dem Bodetal und bestimmt mit ihrem 64 m hohen Turm das Bild von Dorf und Landschaft. Die Kanzel besteht aus rotem Sandstein und Kalkstein, der Altar aus rotem Blankenburger Sandstein und Elmkalkstein. Die Kirche besitzt noch ein silbernes Ciborium aus dem 30-jährigen Krieg.
Sie ist bereits die dritte dieses Namens am gleichen Ort. Die erste Kirche wurde im 12. Jahrhundert von Mönchen des Bonifatius-Ordens gegründet, deren Hauptsitz das Kloster Fulda war. Zur gleichen Zeit gab es in Ditfurt noch die Nikolai-Kirche aus dem 8. Jahrhundert. Im Jahr 1568 wurde die erste Kirche abgerissen und im gleichen Jahr mit dem Bau der zweiten Bonifatiuskirche begonnen. Abgerissen wurde zu dieser Zeit auch die Nicolaikirche, und deren Baumaterial fand Verwendung beim Bau der Bonifatiuskirche. Dazu gehörte auch die so genannte Dreiglocke, welche noch heute vom Turm läutet. Die Kirche wurde 1582 fertig gestellt und feierlich eingeweiht.
Für die heutige Bonifatiuskirche wurden am 06. August 1901 die Fundamentsteine gelegt, und am 11. August 1903 wurde sie feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Grund für den Neubau waren einerseits Bauschäden, andererseits der Wunsch nach einer Vergrößerung der Zahle der Sitzplätze auf 450 (300 im Schiff für die Frauen, 150 auf den Emporen für die Männer) und nach einer Höherlegung des Geläutes der Glocken, „da es seit der Zeit, wo die Kirche westlich und nördlich von hohen Gebäuden umbaut worden sei, nicht mehr gut zur Geltung komme“. So wurde am 11. August 1903 die Kirche feierlich geweiht. Alle wichtigen, den Bau und die Kirchengemeinde betreffenden Unterlagen sind unter dem Altar eingemauert.
Die Ditfurter Kirche hatte bei ihrer Fertigstellung 1903 drei Glocken auf dem Turm. Die große Glocke hing bereits im Vorgängerbau und wurde 1525 gegossen, 1817 wegen mehrfachen Springens umgegossen. 1917 wurde sie für Kriegszwecke eingeschmolzen, 1925 neu gegossen, aber 1941 vom Turm geholt und wiederum zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Ihre Stimme fehlt seitdem im Geläut.
Die kleine Glocke ist die älteste und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Auch sie wurde 1941 vom Turm geholt und später zur Einschmelzung nach Ilsenburg gebracht. Nach dem Krieg entdeckte Pfarrer Förster sie auf dem Gelände der Ilsenburger Hütte und konnte die Glocke wieder nach Ditfurt zurückholen und auf den Turm bringen.
Unangetastet blieb lediglich die mittlere Glocke, die heutige große Glocke, die so genannte Dreiglocke. Diese stammt aus der 1569 abgerissenen Nicolaikirche und wurde 1582 während des zweiten Neubaus der Bonifatiuskirche eingebaut.

Disposition der Orgel der St. Bonifatius Kirche in Ditfurt
Fünfte Orgel, erbaut von Ernst Röver 1903
Restauriert 2006 von Orgelbaumeister Albert Baumhoer mit seinem Intonateur Hugo Weidemann
 
Manual I
Manual II
Pedal
Principal 16’
Gedackt 16’
Offenbass 16’
Bordun 16’
Geigenprincipal 8’
Violon 16’
Principal 8’
Salicional 8’
Subbass 16’
Gambe 8’
Offenflöte 8’
Gedacktbass 16’
Hohlflöte 8’
Lieblich Gedackt 8’
Octavbass 8’
Gemshorn 8’
Violino 8’
Cello 8’
Zart gedackt 8’
Voix céleste 8’
Flötenbass 8’
Octave 4’
Fugara 4’
Posaune 16’
Flöte 4’
Flöte 4’
 
Quinte 2 2/3
Waldflöte 4’
 
Octave 2’
Mixtur 3 fach 2 2/3
 
Cornett 5 fach 8’
 
 
Mixtur 3 fach 2 2/3
 
 
Trompete 8’
 
 


(beide Mixturen: 2 2/3’, 2’ , 1 3/5’ ohne Repetitionen)

Dazu: zwei Pedalkoppeln (I/P, II/P),Schwellwerk mit Schwelltritt, Manualkoppel (I/II), Rollschweller Registercrescendo, Manual-Suboktav (I/I), Kalkantenzug, Manual-Superoktavkoppel (II/II), vier feste Kombinationen

Errichtet auf sechs Kastenladen mit pneumatischer Traktur. Ein großer Mehrfalten-Magazinbalg.
Winddruck: 95 mm Wassersäule.

Tonumfang: Manuale C bis f''', Pedal: C -d' Preis von 1903: 10434 Reichsmark

Quelle: Festschrift zur Wiedereinweihung am 7. Oktober 2006

Hier finden Sie weitere Informationen zur Kirche.
 
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